Verfasst von: Martin Zinkner | Juni 5, 2008

Politcamp Graz

Am letzten Wochenende war ich Teilnehmer beim politcamp in Graz. Ich war das erste mal bei einer solchen Veranstaltung die im Sinne eines Barcamps veranstaltet wurde.

Die Anreise erfolgte am Freitag früh und war, besonders für mich, viiiiel zu früh! Zu fünft saßen wir, darunter die Blogger Hannes und Helge,  in einem Zugabteil und konnte interessanten Ideen zum Thema web 2.0 horchen (meine Beiträge zu den Diskussionen waren Müdigkeits bedingt eher rar ;). Es waren jedoch schon hier Ideen dabei, denen ich in nächster Zeit sicher nachgehen werde und hier in meinem Blog berichten werde. Das witzigste für mich im Zug war jedoch, dass ich die ganze Zeit überlegt habe, woher ich meinen Sitznachbarn kenne…..und schließlich beim politcamp drauf kam, dass es sich um den grünen Stadtpolitiker Christoph Chorherr handelt…..Wie gesagt, die Müdigkeit….

Christoph Chorherr war der einzige Politiker, der das gesamte Wochenende am politcamp teilnahm, und sich auch mit interessanten Wortmeldungen und Überlegungen zum Thema einbrachte. Wer seinen Blog kennt weiß, wie sehr er sich mit bloggen an sich auskennt und über welche interessanten Dinge er über Politik und Entwicklungen in der Stadt Wien berichtet. Auf alle Fälle sehr lesenswert (nicht nur für Wiener)!

Meine Bewertung dieser Veranstaltung:

Zunächst mal das Negative: Kritisch anmerken kann muss ich, dass ich mir von einer Veranstaltung im Sinne eines Barcamps mehr Lockerheit erwartet habe. Teilweise wirkte die Struktur etwas steif und zu durchorganisiert. Da ich selbst noch nie an einem barcamp teilgenommen habe, kam ich mit bestimmten Vorstellungen dorthin. Andere Teilnehmer, die schon öfters bei solchen Veranstaltungen waren, bekrittelten auch, dass es immer mehr zu einem „Kulturverlust“ bei diesen Veranstaltungen kommt hin zu „normalen“ Konferenzen. Etwas, dass ich halt nicht wirklich beurteilen kann. Und so sehr ich es begrüsst habe, dass Politiker ihre Projekte vorgestellt haben, wäre es besser, und im Sinne eines barcamps  gewesen, wenn diese wirklich an der Veranstaltung teilgenommen hätten und nicht nur Projekte zu einem gewissen Zeitpunkt vorgestellt hätten (Ausnahme hier, wie schon erwähnt, Christoph Chorherr). Weil das Web 2.0 sollte schon den Sinn haben, sich gegenseitig auszutauschen. Ansonsten ist es besser bei einer Wiederholung von Einladungen solcher Personen Abstand zu nehmen.

 Zusammenfassend kann ich aber sagen, dass sich für mich das politcamp für mich auf alle Fälle bezahlt gemacht hat. Ich konnte sehr interessanten und bemerkenswerte Beiträge zuhören und mich einbringen und auch abseits des Programms mit den Teilnehmern anregende Diskussionen führen. Nebenbei konnte ich auch einen alten Freund und Blogger, Jürgen Fleiß, treffen und über Politik und Soziologie philosphieren 🙂

Falls es zu einer Wiederholung des politcamps kommt werde ich sicher wieder teilnehmen und kann es allen Leuten empfehlen, die wissen wollen, wie man Politik vermitteln kann, und es auch erreicht, dass sich die Bürger miteinbringen. Den Politik besteht nicht nur daraus, alle paar Jahre Wahlen abzuhalten. Politik sollte eine ständige Interaktion aus Bürgern und Politikern bestehen. Und das Web 2.0 bietet die ideallen Voraussetzungen, wenn es richtig eingesetzt wird.

 

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